Gefällt Dir die Überschrift? Oder findest Du sie nervig, weil es schon wieder um Geschlechterunterschiede geht?

Es gibt sie beim Erfolg, und es gibt sie nicht, die Geschlechterunterschiede.
Es gibt sie …
Frauen verbinden Erfolg häufiger mit Sinn, Beziehungen und Lebensqualität, während Männer Status, Einkommen und Aufstieg stärker in den Vordergrund stellen. Frauen unterschätzen, Männer überschätzen ihre Leistungen öfter. Und bei Risiken gilt: Er springt schneller, sie schaut erst, ob unten überhaupt Wasser im Becken ist.
… und es gibt sie nicht …
Diese Unterschiede sind nicht in Stein gemeißelt, auch nicht in unsere DNA. Das sieht man allein schon daran, dass der Umgang mit Erfolg auch innerhalb der Geschlechter eine erhebliche Spannbreite hat. Es gibt beziehungsorientierte, sinnsuchende Männer ebenso wie karrierehungrige, risikofreudige Frauen. Ein Mittelwert für eine Gruppe von Menschen beschreibt eben nur die statistische Mitte und den Status Quo – nicht individuelle Personen und schon gar nicht das, was sie sein könnten, wenn sie ihren eigenen Weg finden.
… dasselbe ist nicht das Gleiche.
Kennst du die Geschichte vom selbstkritischen Manager? Er beobachtete an sich selbst, dass er Männer, die andere wegbeißen, als stark und durchsetzungsfähig wahrnahm. Wenn Frauen das gleich taten, empfand er sie als unangenehm und zickig. Er ist einem verbreiteten gesellschaftlichen Konsens auf den Leim gegangen. Als ihm bewusst wurde, was da vor sich ging, konnte er angefangen, sich davon zu lösen. Der Erfolg in seiner Abteilung war wahrscheinlich anschließend gleichmäßiger verteilt und das Arbeiten für beide Geschlechter sicherlich angenehmer.
Also: Er-folg oder Sie-folg?
Unsere kulturelle Prägung ist stark, aber nicht unabänderlich. Erfolg gehorcht in der Tiefe seiner Seele keinem geschlechtsspezifischen Muster. Jeder Mensch kann den eigenen Erfolg auf ganz individuelle Weise gestalten.
Was dein Erfolg ist und wie du ihn erreichen möchtest, bestimmst du.
Und du? Hast du schon deinen ganz eigenen Weg zum Erfolg gefunden? Oder kämpfst du noch mit den Geschlechterkonventionen? Ertappst du dich manchmal sogar dabei, dass du selbst einer konventionellen Perspektive aufgesessen bist? Antworte hier oder schreib uns an [email protected].
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